Ayurvedisches Augenbad
Unsere Augen = Spiegel der Seele und unser Tor zur Außenwelt
"Ich hüte es wie mein Augenlicht!"

Im Ayurveda werden die Augen als wichtigstes Sinnesorgan angesehen, denn darüber bewegen wir uns in der Welt, orientieren uns und erfahren die Welt mit all ihren Farben und Formen.

Die Anatomie des Auges ist ein Wunder:
~ die Hornhaut : die einzige Stelle am Körper, an dem straffes Bindegewebe vollständig durchsichtig ist
~ die Tränenflüssigkeit : produziert in den Drüsen des Auges (Meibom-, Zeis- und Molldrüsen) und besitzt genau die richtige Mischung aus Wasser, gel -artiger Muzinschicht und öliger Komponente, um das Auge zu schützen und zu befeuchten
~ die Linse : mit ihrer Fähigkeit der Akkomodation, d.h. sie kann sich abkugeln und sich an unterschiedliche Entfernungen der betrachteten Gegenstände anpassen und somit Licht weniger oder stärker brechen, um scharfes Sehen zu ermöglichen
~ Seh-Zellen : pro Auge haben wir bis zu 120 Millionen Stäbchen für das Hell-und Dunkelsehen und bis zu 6 Millionen Zapfenzellen für das Farbensehen

All diese Informationen laufen dann über den Sehnerv, den man als Ausstülpung des Zentralnervensystems betrachten kann über die Sehnervkreuzung zur primären Sehrinde im Okzipitallappen (Hinterlappen) des Gehirns.



Die Ayurveda-Heilkunde ordnet das Sehen dem Pitta-Dosha zu (genauso wie Dünndarm, Leber und Herz). In den Augen finden wir also ein Subdosha von Pitta, genaue Bezeichnung lautet: Alochaka Pitta.



Warum ein ayurvedisches Augenbad?
Regelmäßige Ölungen (des Körpers, des Mundes, der Nase, der Augen, der Ohren und des Verdauungskanals) dienen der ayurvedischen Gesundheitslehre der Reinigung, Geschmeidigkeit und Langlebigkeit der Organe. Sie nähren und bauen auf. Ghee befreit die "srotas", feine Transportkanäle im gesamten Körper. Das beim Augenbad verwendete Kräuterghee und im Speziellen die enthaltene heilige Pflanze "Amalaki" hat einen starken Pitta- und Augenbezug. Amalaki ist Bestandteil von Triphala, einem Verjüngungsmittel im Ayurveda. Es kühlt und regeneriert.

Für das ayurvedische Augenbad braucht es eine gute Vor-und Nachbereitung. Im Vorfeld wird eine ca. 60- minütige Massage von Nacken, Kopf und Gesicht mit gezielter Behandlung der Marmapunkte (Vitalpunkte) durchgeführt. Diese zu den inneren Anwendungen zählende Therapie sollte in einem absoluten Entspannungszustand verabreicht werden. Ein kühlender Teigring wird um die Augen geformt und hochwertiges, gefiltertes, genau temperiertes Kräuterghee (biologisches Triphala-Ghee, erwärmt und gefiltert) fließt langsam seitlich in das Becken, die Augen sind zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Im Verlauf der Behandlung können die Augen geöffnet werden, man blickt durch das goldene Ghee und die gesamte Bindehaut wird vom Ghee benetzt. Nach ca.10-20 Minuten fließt das Ghee ab und die Nachbehandlung beginnt: Rosenwasserpads, warme und kühlende Kompressen und 10 Minuten Nachruhe. Dann können die Augen geöffnet werden "wie beim ersten Mal die Welt erblicken".

Das Sehen ist dann normal wieder hergestellt, trotzdem würde ich empfehlen, anschließend einen Spaziergang zu tätigen und sich nicht direkt ins Auto und in den Straßenverkehr zu begeben.

Indikationen:
~ trockene Augen (Sicca-Syndrom)
~ angestrengte Augen (häufige Bildschirmarbeit)
~ Müdigkeit der Augen
~ Verspannung und Schwäche der Augenmuskulatur
~ im Frühstadium: grauer Star
~ Visusstörungen (Sehschärfe)
~ Ptosis
~ beginnende Retinopathien (im Frühstadium: Makuladegeneration, Netzhautablösung)
~ Augenfältchen

Bitte lassen Sie im Vorfeld Augenerkrankungen beim Augenarzt abklären! Nur dann, wenn akute oder schwerwiegende Schädigungen ausgeschlossen werden konnten, können wir mit der ayurvedischen Augentherapie behandeln!

Kontraindikationen für das Augenbad:
~ akute Entzündungen
~ erhöhter Augendruck, Glaukom
~ starke innere Unruhe
~ psychische Erkrankungen/ Bewusstseinsstörungen

Dauer der Behandlung: bitte planen Sie 2 - 2,5 Stunden ein!
Kosten: einzelner Termin 140 €
2-3 Termine: pro Termin 120 €
integriert in ein Kurprogramm (Wochenkur): 70 € pro Termin

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